Ausbildungs-Knigge - ein paar wichtige Tipps.

Stell Dir vor: Dein zukünftiger Chef kommt um die Ecke. Sagst Du jetzt wie immer „Hallo“ oder doch besser „Guten Tag“? Gibst Du ihm die Hand oder er Dir oder keiner keinem? Höflichkeit ist gar nicht so einfach, aber Du brauchst schon als Azubi eine Menge davon, um nicht dauernd ins Fettnäpfchen zu treten. Ausbildungsexperten empfehlen zehn wichtige Tipps für Auszubildende:

  • 1. Wertschätzung:

    Egal ob Du auf den Pförtner oder den Geschäftsführer triffst, Wertschätzung ist gegenüber allen Mitmenschen zu zeigen. Dabei sind Höflichkeit, Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft selbstverständlich. Auch das „Türaufhalten“ für nachfolgende Kollegen.

  • 2. Grüßen:

    Lieber einmal zu viel gegrüßt als einmal zu wenig. So fühlt sich keiner missachtet. Dabei grüßt Du als Azubi Mitarbeiter, Vorgesetzte oder Kunden zuerst.

  • 3. Handschlag:

    Die Initiative zum Händedruck geht vom „Ranghöheren“ aus. Erst wenn Kollegen oder Vorgesetzte die Hand reichen, gibst Du deine. Ein kräftiger Händedruck wirkt besser als ein schlaffer.

  • 4. Eigene Vorstellung:

    „Guten Tag, mein Name ist Felix Fleißig. Ich bin Auszubildender im 2. Ausbildungsjahr und arbeite gerade im Einkauf.“ So kann nichts mehr schiefgehen. Die Vorstellung geschieht immer mit Vor- und Nachnamen. Eine Zusatzinformation erleichtert das anschließende Gespräch.

  • 5. Anrede:

    Mitarbeiter im Ausbildungsbetrieb werden grundsätzlich mit „Sie“ angesprochen. Nur wenn diese Dir das „Du“ angeboten haben, kannst Du sie auch duzen.

  • 6. Distanz:

    Jeder Mensch hat sogenannte Distanzzonen. Kommt Dir jemand zu nahe, ist Dir das unangenehm. Umgekehrt musst Du natürlich auch Abstand wahren. In einem normalen Gespräch ist dies mindestens eine Armlänge. Als Azubi bleibst Du zudem vor dem Schreibtisch des Ausbilders stehen und gehst erst um den Tisch herum, wenn es der Ausbilder anbietet.

  • 7. Kleidung:

    Der erste Eindruck ist entscheidend. Und dabei wirkt auf neue Kollegen gerade die Kleidung. Natürlich unterscheidet sich die Kleidung zum Beispiel bei technischen und kaufmännischen Berufen. Aber eine ordentliche und saubere Kleidung muss immer sein. Viel nackte Haut oder zerrissene Jeans sind tabu.

  • 8. E-Mail:

    Jede Mail ist wie eine persönliche Visitenkarte. Rechtschreibfehler müssen korrigiert, Betreff und Schlussformel vorhanden sein.

  • 9. Handy:

    Das private Handy ist privat. Es bleibt während der Arbeitszeit ausgeschaltet. Du kannst die Mittagspause für Deine Telefonate nutzen.

  • 10. Fettnäpfchen:

    Wenn es doch einmal passiert und Du in ein Fettnäpfchen trittst: Keine Panik. Einfach freundlich bleiben und Dich entschuldigen.